Eckbilder

Grenzen, Grenzbestimmungen und -überschreitungen sind Themen, die mich schon seit längerem interessieren. Eckbilder haben eine "natürliche" Grenze, die überschritten, respektiert, betont, missachtet werden kann. Auch bieten die beiden entstehenden Flächen die Möglichkeit der Korrespondenz, Auseinandersetzung, Zwiesprache oder gegensätzlicher Darstellung.

                


Kopf    2 x 30 x 30 cm  Acryl auf Holz verkauft

Ein stark gezeichneter Mensch schaut gegen eine schwarze Wand, während auf der anderen Seite ein helles Licht erscheint. Die Aussichtslosigkeit und Trostlosigkeit des linken Teils korrespondiert mit dem positiven Lichtblick auf der rechten Seite. Der Mann bräuchte nur seinen Blickwinkel zu ändern - d.h. in übertragenem Sinne seine Gedanken und Handlungen anders auszurichten - um aus seiner gegenwärtigen Situation herauszukommen.



             

Cry

In dem Eckbild "Cry" werden Vergangenheit und Gegenwart gegenübergestellt.
Ein verletzter Panker, allgemein am Rande der Gesellschaft lebend, macht unter großen Schmerzen und Geschrei eine neue "Geburt" durch, in dem er sich von seiner Vergangenheit - dargestellt durch eine agressiv rote Fläche - abwendet. Diese Loslösung durch eine neue Ausrichtung gibt ihm einen neuen Horizont. 

2 x 30 x 30 cm Acryl auf Holz 220 €



               


Kreuzweg

Hier wird mit "innen" und "außen" gespielt. Der Betrachter sieht in einem Chaos von Farben das Wort "EXIT" eingeritzt. Linksverkehrt. Die Doppeldeutigkeit wird durch die Ecklinie betont, durch die das Wort in EX und IT getrennt wird und dadurch "aus etwas heraus" -, also ein Richtungsänderung (Denkänderung) impliziert. Die Richtung von links nach rechts wird durch die Richtung von vorne nach hinten durchkreuzt, da der Betrachter durch die linksverkehrte Schrift eigentlich "draussen" ist, obwohl er ja drinnen ist. Wenn er draussen - also auf der anderen Seite des Bildes - stünde und somit EXIT richtig lesen würde, wäre er drinnen. Man kann dem Chaos nicht entrinnen.
Acryl auf Holz, 2 x ca 30 x 30 cm  220 €


family 

Die Familie ist wie ein Schattenbild dargestellt. Der Schatten einer Familie. Getrennt Mutter und Kind auf der einen, der Vater auf der anderen Seite. Aus ihm heraus eine rosa Halbfigur - sein alter ego, den die Frau herbeiholt, weil sie sich das wirkliche Wesen Ihres Mannes herbeisehnt, um die Familie wieder zu vereinen.
2 x ca 30 x 30 cm Acryl auf Holz 220 €


                                            

Deutsches Eck  2 x 60 x 80 cm    Acryl auf Leinwand.



                                     

Deutscher Bürokratenhammer      Objekt Hammer in 90° montiert  2 x ca 30 x 30 cm
   


                                          

Deutscher Zollstock Objekt in 90 Grad  Auflage 10 Stück 220 €  alle Preise incl. MwSt.


Das Selbstbildnis.

Selbstbildnis oder Selbstporträt ist eine Selbstdarstellung der Physiognomie eines bildenden Künstlers mit den Mitteln der Malerei, Grafik, Plastik oder Photographie. Die ersten Selbstbildnisse soll es bereits in der Antike gegeben haben. Der berühmte griechische Bildhauer Phidias soll sich etwa auf dem Schild der von ihm geschaffenen Statue der Athena Partenos selbst abgebildet haben. Aus der mittelalterlichen Kunst sind kaum Selbstbildnisse überliefert. Seit der Renaissancezeit jedoch hat sich der selbstbewusste Künstler, der nun nicht mehr bloßer Handwerker war, sondern sich den Philosophen, Literaten und Wissenschaftlern der Zeit gleichwertig erachtete, im Selbstportrait ein Denkmal gesetzt. Neben der Auseinandersetzung mit der eigenen Physiognomie als allgegenwärtigem und billigem Modell zeugen viele Selbstbildnisse auch von der inneren Auseinandersetzung des Künstlers mit sich selbst, mit den eigenen sich wandelnden Stimmungen und der eigenen Vergänglichkeit.
Je nach der Größe des Bildausschnittes unterscheidet man in der Malerei Kopfstück, Brustbild, Hüftbild (halbe Figur), Kniestück (Porträt vom Kopf bis zum Knie) und andere, nach der Haltung oder Wendung der Figur, besonders des Kopfes, bezeichnet man das Bildnis als von vorn (en face) oder von der Seite genommen (en profil), als Halb- oder Dreiviertelprofil. Studienkopf nennt man einen skizzenhaft, mehr zur Übung oder als Studie ausgeführtes Bildnis. Ich beschreite mit meinen illustrativ ausgearbeiteten Studienköpfen einen Mittelweg zwischen einem detailliert ausgearbeiteten Portrait und einer skizzenhaft hingeworfenen Studie.